25.9.2016 – Glückfruchtend: Ton Koopman und Avi Avital mit dem DSO

Die Glückskombi schlechthin heißt Ton Koopman und Avi Avital, wie sich in diesem nachgerade befruchtenden Konzert zeigt.

medieval_musician_playing_gitternJohann Nepomuk Hummels Mandolinenkonzert G-Dur (1799) mag ein im Großen wie im Kleinen recht übersichtlich gebautes Werk sein, mit so ebenmäßigen Perioden, dass man im Kopfsatz schon 4/4-Takt-Überdruss verspüren könnte. Zudem sind die Klangfarben der (Nachtrag: unverstärkten) Mandoline ja nicht unbegrenzt. Aber Avi Avital spielt sie mit solch mitziehendem Schwung, dass man sie vom ersten bis zum letzten Ton für die Königin der Instrumente hält.

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25.9.2016 – Glückfruchtend: Ton Koopman und Avi Avital mit dem DSO

24.9.2016 – Steinerweichend: Konzerthausorchester, de Billy, Isabelle Faust spielen Dutilleux, Bartók, Ravel

Dutilleux-Parallelaktion in Berlin: dreimal Métaboles in der Philharmonie, dreimal Le Double im Konzerthaus, jeweils von Donnerstag bis Samstag.

transverse-line-by-wassily-kandinskyDie Le Double genannte 2. Sinfonie (1959) von Henri Dutilleux, mit der das Konzerthausorchester unter Bertrand de Billy den Abend eröffnet, ist nicht nur hörenswert, sondern auch sehenswert: Ein Mini-Orchester von 12 Solisten inklusive Pauken, Celesta, Cembalo bildet einen inneren Ring ums Dirigentenpodest, das „normale“ Orchester den äußeren Ring. „24.9.2016 – Steinerweichend: Konzerthausorchester, de Billy, Isabelle Faust spielen Dutilleux, Bartók, Ravel“ weiterlesen

24.9.2016 – Steinerweichend: Konzerthausorchester, de Billy, Isabelle Faust spielen Dutilleux, Bartók, Ravel

23.9.2016 – Kühn, wortlos: „Sturm und Drang“ mit Freiburger Barockorchester und Kristian Bezuidenhout

haydnportraitIn diesem Konzert weiß man nie, wann man sich schnäuzen kann: Im Finale von Joseph Haydns 47. Sinfonie wagt man es ebensowenig wie in C.P.E. Bachs Concerto d-Moll, zu abrupt folgen auf heftigste Bewegung plötzliche Pausen und überraschende Pianissimi. So hält der Nachbar des Konzertgängers minutenlang sein Taschentuch vor die Nase und traut sich doch nie, es zu benutzen, aus allzu berechtigter Sorge, in eine unerwartete Stille zu tröten. (Bei Mahler weiß man immer, wann man sich die Nase putzen kann, ohne zu stören.)

So lässt sich das Etikett Sturm und Drang unmittelbar physisch erfahren. „23.9.2016 – Kühn, wortlos: „Sturm und Drang“ mit Freiburger Barockorchester und Kristian Bezuidenhout“ weiterlesen

23.9.2016 – Kühn, wortlos: „Sturm und Drang“ mit Freiburger Barockorchester und Kristian Bezuidenhout

22.9.2016 – Metabolisch: Berliner Philharmoniker und Daniele Gatti spielen Honegger, Dutilleux, Debussy

Musikparadies Berlin! Drei Tage lang Henri Dutilleux, von Donnerstag bis Samstag, und das gleich doppelt: im Konzerthaus mit der raren 2. Sinfonie (und der einzigartigen Isabelle Faust als Luxus-Dreingabe) und bei den Berliner Philharmonikern mit Métaboles. Die werden häufiger gespielt, 2013 mit Rattle und vor acht Monaten vom RSB mit Janowski; aber das Programm ist in der Kombination mit Arthur Honegger und Debussy ausgefallen genug, dass die Philharmonie nicht ganz ausverkauft ist. Für ein Philharmoniker-Programm immer ein gutes Zeichen!

50Wenn man Dutilleux‘ Métaboles (1964) zum ersten Mal hört, findet man das Stück schön. Beim zweiten Mal weiß man, dass es ein Klassiker ist. Dutilleux wird man noch spielen, wenn Boulez und Messiaen nur noch im Museum besichtigt werden! „22.9.2016 – Metabolisch: Berliner Philharmoniker und Daniele Gatti spielen Honegger, Dutilleux, Debussy“ weiterlesen

22.9.2016 – Metabolisch: Berliner Philharmoniker und Daniele Gatti spielen Honegger, Dutilleux, Debussy

17.9.2016 – Verfilzt: Ensemble Resonanz und Tabea Zimmermann spielen Saunders, Poppe, Schubert

giovanni_folo_agostini_tofanelli_-_a_ninfa_ecoDas Musikfest Berlin bietet nicht nur großorchestrale Feuerwerke, sondern auch kammermusikalische Sternstunden. Eine fand am Samstag statt: Das Ensemble Resonanz (beheimatet in St. Pauli und bald, oho, erstes Residenzensemble im Kammermusiksaal der Elbphilharmonie, quasi als Resonanzresidenz) präsentierte ein Programm von zeitlicher wie ästhetischer Überlänge, in dem Franz Schubert, Enno Poppe und Rebecca Saunders einander resonierten und echoten. Und zwar in der klammerförmigen Anordnung Schubert/ Poppe/ Saunders/ Saunders/ Poppe/ Schubert, summa summarum etwas über 180 Minuten, keine zuviel. „17.9.2016 – Verfilzt: Ensemble Resonanz und Tabea Zimmermann spielen Saunders, Poppe, Schubert“ weiterlesen

17.9.2016 – Verfilzt: Ensemble Resonanz und Tabea Zimmermann spielen Saunders, Poppe, Schubert