Zeitzauberisch: Aequinox-Musiktage in und um Neuruppin

Die Tagundnachtgleiche ist, wie jedermann weiß, besonders günstig für Zeitreisen. Wenn 512px-Ecliptic.svgman denn die richtigen Zauberformeln beherrscht, wie das bei den Künstlern der Aequinox-Musiktage in Neuruppin vom 17. bis zum 19. März fast ausnahmslos der Fall ist. Das Programm des Festivals, das der umtriebige Wolfgang Katschner und seine lautten compagney Berlin mit vielfältiger Unterstützung seit acht Jahren stemmen, führt vom Jahr 2017 aus in eine lutherische Messe anno 1517, in die bedrohliche Klangpracht der italienischen Gegenreformation, schlägt einen irritierenden Bogen über 300 Jahre zwischen süddeutscher Barock- und argentinischer Tango-Mystik und macht einen nicht unschlüpfrigen Hausbesuch bei William Shakespeare.

„Zeitzauberisch: Aequinox-Musiktage in und um Neuruppin“ weiterlesen

Advertisements
Zeitzauberisch: Aequinox-Musiktage in und um Neuruppin

8.2.2017 – Animierend: Strawinsky / Ravel an der Komischen Oper

Wieder Live-Action-Cartoon-Oper an der Komischen Oper: Die zweite Produktion des britischen Regie-Teams 1927 wirkt runder und schlüssiger als die vielgerühmte Zauberflöte. Trotzdem ist man danach etwas unschlüssig, wohin der Ansatz führen soll und kann.

Spektakulär sieht die Verbindung von animierten Filmen und menschlichen Akteuren auf jeden Fall auch diesmal aus:

Und die Koppelung des Balletts Petruschka und der Kurz-Oper L’Enfant et les Sortilèges ist nicht nur deshalb einleuchtend, weil die Komponisten Igor Strawinsky und Maurice Ravel im Jahr 1913 eine Nacht im selben Bett geschlafen haben sollen. Sondern auch weil sie sich inhaltlich berühren: In einem Stück erwachen Jahrmarktspuppen zum Leben, im anderen Dinge und Gegenstände eines Kinderzimmers.

„8.2.2017 – Animierend: Strawinsky / Ravel an der Komischen Oper“ weiterlesen

8.2.2017 – Animierend: Strawinsky / Ravel an der Komischen Oper